Was ist eine Wallet?

Eine Krypto-Wallet ist ein Softwareprogramm, welches private und öffentliche Schlüssel (private key & public address) speichert und diese miteinander interagieren lässt. Wenn Sie Bitcoin oder andere Kryptowährungen verwenden möchten, ist solch eine Wallet obligatorisch.

Wie funktioniert eine Wallet?
Millionen von Menschen nutzen Krypto-Wallets, aber es gibt erhebliche Missverständnisse darüber, wie sie funktionieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wertaufbewahrungsmethoden, verwahren digitale Wallets in dem Sinne keinen Wert. Kryptowährungen werden nämlich nicht an einem bestimmten Ort gespeichert und sie existieren auch nicht in irgendeiner physischen Form. Vielmehr werden lediglich die Aufzeichnungen aller Transaktionen in einem Netzwerk auf der Blockchain festgehalten.
Wie eingehend bereits erwähnt sind Krypto-Wallets Softwareprogramme, die Ihre privaten und öffentlichen Schlüssel speichern und mit verschiedenen Blockchain-Schnittstellen arbeiten, sodass Benutzer ihr Portfolio verwalten, Coins senden und andere Operationen ausführen können. Wenn Ihnen eine Person Bitcoins oder eine andere Kryptowährung sendet, bestätigt diese im Wesentlichen den Übergang des Eigentums an den Coins an die Adresse Ihrer Wallet. So erhöht sich das Guthaben in Ihrer Wallet und das des Absenders sinkt entsprechend. Demnach gibt es keinen tatsächlichen Austausch von echten Coins. Die Transaktion wird lediglich auf der Blockchain vermerkt und eine Änderung des Guthabens auf Ihrer Krypto-Wallet gekennzeichnet. Um diese Münzen dann verwenden zu können, muss der in Ihrer Wallet gespeicherte private Schlüssel mit der zugehörigen öffentlichen Adresse übereinstimmen. Wenn der öffentliche und der private Schlüssel übereinstimmen können Sie weitere Transaktionen mit diesen Coins durchführen.

Welche Arten von Wallets gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Krypto-Wallets, welche unterschiedliche Möglichkeiten bieten, Ihre digitalen Währungen zu verwahren und darauf zuzugreifen. Dabei können diese in drei verschiedene Kategorien unterteilt werden: Software-, Hardware- und Paper-Wallets. Aus den Software-Wallets ergeben sich untergeordnet die Desktop-, Mobile- und Online-Wallets, sodass insgesamt 5 verschiedene Arten von Krypto-Wallets zu betrachten sind.

– Desktop-Wallet: diese wird heruntergeladen und auf einem PC oder Laptop installiert. Sie ist nur von dem einzelnen Computer aus zugänglich, auf den sie heruntergeladen wurde. Desktop-Wallets bieten eine der höchsten Sicherheitsstufen, jedoch besteht die Gefahr, dass bei einem Cyberangriff auf Ihren Computer all Ihre digitalen Währungen verloren gehen bzw. gestohlen werden.

– Online-Wallet: diese wird in der Cloud ausgeführt und ist von jedem Computer aus an jedem Ort der Welt frei verfügbar. Zwar ist sie bequemer zugänglich, jedoch speichern Online-Wallets Ihre privaten Schlüssel online, welche von Dritten kontrolliert werden, wodurch sie anfälliger für Hackerangriffe sind.

– Mobile-Wallet: diese wird als App auf Ihrem Smartphone ausgeführt und ist äußerst nützlich, da sie überall schnell verwendet werden kann, sogar in Ladengeschäften. Aufgrund der begrenzten Speicherkapazitäten auf einem Smartphone sind Mobile Wallets in der Regel viel kleiner und simpler als Desktop-Wallets.

– Hardware-Wallet: diese unterscheidet sich von Software-Wallets darin, dass sie die privaten Schlüssel eines Benutzers auf einem USB-Stick-ähnlichen Hardwaregerät gespeichert werden. Obwohl Hardware-Wallets Transaktionen online durchführen, werden die privaten Schlüssel offline gespeichert, was enorme Sicherheit bietet. Hardware-Wallets können dabei mit mehreren Web-Schnittstellen kompatibel sein und unterschiedliche Währungen unterstützen. Außerdem ist es ein Leichtes, eine Transaktion zu tätigen. Benutzer schließen ihr Gerät einfach an einen beliebigen internetfähigen Computer an, geben eine PIN ein, versenden eine Kryptowährung und bestätigen die Transaktion. So ermöglichen Hardware-Wallets simple Transaktionen, während Sie gleichzeitig Ihre digitalen Währungen offline fern von Gefahren halten.

– Paper-Wallet: diese ist schnell erstellt und bietet unter allen Wallets das größte Maß an Sicherheit, da, wie der Begriff bereits andeutet, der öffentliche und private Schlüssel offline auf einem Blatt Papier niedergeschrieben sind. Zudem ist die Verwendung einer Paper-Wallet relativ unkompliziert. Das Übertragen von Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung auf Ihre Paper-Wallet erfolgt durch die Überweisung von Geldbeträgen aus einer Ihrer Software-Wallets an die öffentliche Adresse der Paper-Wallet. Wenn Sie diese Beträge nun wieder verwenden möchten, müssen Sie diese lediglich von Ihrer Paper-Wallet in eine Software-Wallet importieren (auch sweeping genannt). Dieser Prozess kann entweder manuell durch Eingabe Ihres privaten Schlüssels oder durch Scannen des QR-Codes auf der Paper-Wallet erfolgen.

Generell solltest du bei der Wahl einer Wallet vor allem berücksichtigen für welche Zwecke du diese gebrauchen möchtest und ob du mit den jeweiligen Vor- bzw. Nachteilen klar kommst.
So ist für eine Langzeitinvestition gewiss eine Paper-Wallet ratsam, wo hingegen für tägliches Traden eine Desktop-Wallet gut als Zwischenlager dienen kann.

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